Aktuelles aus der Gemeinde

Werden Sie jetzt für den Schmetterlingsschutz in Lindlar aktiv!

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Nach Burscheid werden nun auch die Bürger*innen der Gemeinde Lindlar  aufgerufen, sich aktiv für den Schutz von Schmetterlingen einzusetzen!

Die Brennnessel zählt wohl zu den unbeliebtesten Unkräutern in Gärten und wird immer schnell entfernt. Auch am Straßenrand wird sie oft als unschön wahrgenommen und daher häufiger abgemäht.

Doch für Schmetterlinge ist die Brennnessel überlebenswichtig! Die Raupen vom Tagpfauenauge, Kleinen Fuchs und Admiral benötigen die Brennnesseln als Futterpflanzen und können nicht auf andere Pflanzen ausweichen.

„Immer häufiger erreichten mich in den letzten Jahren Anrufe von Menschen, die mit Entsetzen festgestellt haben, dass Brennnesselbestände, an denen sie kurz zuvor Schmetterlingsraupen gesehen haben, abgemäht wurden. Die Mahd bedeutete dabei den sicheren Tod für die Raupen.“ berichtet Cornelia Lösche (Mitarbeiterin der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft, Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung) und fährt fort, „natürlich kann sich jeder von uns noch an negative Erfahrungen mit Brennnesseln aus seiner Kindheit erinnern, zudem sehen Brennnesselflächen oftmals ungepflegt aus und werden daher von der Bevölkerung eher als störend wahrgenommen. Doch für den Schutz von Schmetterlingen ist die Brennnessel eine der wichtigsten Pflanzen.“ 

Jetzt können sich auch alle Bewohner*innen von Lindlar aktiv am Schutz von Schmetterlingen beteiligen. „Wir benötigen nun die Hilfe von allen Bürger*innen aus Lindlar, um Brennnesselbestände mit Eiern, Raupen oder Puppen von Schmetterlingen zu finden“, erklärt Pascal Röhrig Sachbearbeiter im Fachbereich Umweltschutz der Gemeinde, und fährt fort „Alle Meldungen werden kartiert, im nächsten Jahr werden wir dann schauen, ob an den gleichen Beständen wieder Raupen zu finden sind. Auf diese Weise können wir bald vielleicht voraussagen an welchen Brennnesselbeständen jedes Jahr Eier abgelegt werden, diese Bestände können dann zu späteren Zeitpunkten gemäht werden.“ Frau Lösche ergänzt „Mit der Stadt Burscheid führen wir gerade ein ähnliches Projekt durch, mit der Gemeinde Lindlar verfolgen wir jetzt einen wissenschaftlichen Ansatz. Durch die Kartierungen können wir auch unterschiedliche Mahdkonzepte ausprobieren und somit den bestmöglichen Zeitpunkt zur Mahd von Brennnesseln für den Schmetterlingsschutz ableiten. Somit können wir langfristig gesehen auch Handlungskonzepte für weitere Städte und Gemeinden entwickeln. Dabei ist es natürlich umso besser, wenn wir möglichst viele Brennnesselbestände mit Eiern, Raupen und Puppen kennen.“ Auch Bürgermeister Ludwig ist begeistert von dem Projekt: „Der Insektenrückgang betrifft uns alle, denn Insekten sind für unsere Umwelt systemrelevant. Nun können wir alle etwas tun und mal richtig für den Schmetterlingsschutz aktiv werden.“ Meldungen nimmt Cornelia Lösche unter Angabe des Funddatums und der Fundadresse unter loesche@agentur-kulturlandschaft.de entgegen. Im Idealfall wird auch ein Foto des Fundortes mitgeschickt. 

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele und wird vom Land NRW gefördert.

Pressekontakt
Dr. Georg Ludwig

Dr. Georg Ludwig

Bürgermeister
02266 96-410
Raum 400
persönliche Erreichbarkeit
nach vorheriger telefonischer Absprache; offene Bürgersprechstunde jeweils am 3. Montag im Monat von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr
telefonische Erreichbarkeit
über das Bürgermeister- und Ratsbüro unter 02266 96-410