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Eiskratzen in der kalten Jahreszeit – Mythen und Alternativen

Die frostigen Nächte nehmen zu. Morgens hört man das Eiskratzen auf den Autos der Nachbarn deutlich durch die geschlossenen Fensterscheiben.

Man sieht es leider immer noch oft genug: Der Motor läuft im Leerlauf, dichte Abgaswolken umhüllen das Heck des Autos während der Besitzer die Fensterflächen freikratzt. Doch bringt das wirklich was?

Untersuchungen haben ergeben: Nein. Denn im Leerlauf erzeugt der Motor nicht genug Wärme um das Auto aufzuheizen. In der Folge tauen auch die Scheiben nicht ausreichend schnell auf. Auch die Scheibenheizung hat nicht genug Kraft, um eine dicke Eisschicht schnell zu lösen.

Der Leerlauf im kalten Zustand ist sogar schlecht für den Motor. Denn im Leerlauf wird der Motor weniger geschmiert als im Fahrbetrieb. Die Folge ist eine schlechtere Schmierung und ein höherer Verschleiß.

Nicht zuletzt ist ein laufender Motor während es Eiskratzens laut der Straßenverkehrsordnung verboten. Unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen sind nicht zulässig. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Verschleiß der Scheiben. Oft haften Sand- und Schmutzpartikel auf den Scheiben, die beim Abkratzen Spuren hinterlassen können.

Bei nicht überdachten Parkplätzen gelten Abdeckplanen daher als beste Frostsicherung für das Auto. Diese gibt es bereits ab 20 Euro. Von Papp- oder Papierauflagen sollte abgesehen werden, da diese schnell an den Scheiben anhaften und schwer zu lösen sind. Komfortabel und teuer sind Standheizungen, die aufgrund des hohen Energiebedarfs jedoch nicht zu empfehlen sind.

Doch wohin mit der nassen Abdeckplane? Hier eignen sich Aufhängemöglichkeiten im überdachten Außenbereich, in Kellern oder Abstellräumen. Eine Verstauung im Auto ist aufgrund der Nässe nicht zu empfehlen, denn dann beschlagen die Innenscheiben wieder schnell.

Von innen beschlagene Fensterscheiben werden am besten durch das Einschalten der Klimaanlage befreit, denn Klimaanlagen kühlen nicht nur, sondern entziehen der Innenraumluft die Feuchtigkeit. Das kurze Einschalten der Klimaanlage ist daher effektiver und auch energieeffizienter als das Überheizen des Autos auf hohen Gebläsestufen.

Eislösende Sprays auf Alkoholbasis sind im Handel erhältlich und lösen recht schnell die Eisschicht auf den Scheiben. Doch der Alkohol verdampft und erzeugt dabei wieder Kälte. Restwasser auf den Scheiben kann so wieder gefrieren und die Sicht beeinträchtigen.

Lässt sich das Eiskratzen nicht verhindern, kann man es als sportliche Aufwärmübung einordnen – dann ist es im Innenraum des Autos auch mit ausgeschaltetem Motor gefühlt nicht mehr so kalt. Am Ende ist noch zu erwähnen, dass das Freikratzen von nur Sichtlöchern verboten ist. Alle Scheiben müssen frei sein, sonst drohen Bußgelder in Höhe von 10-35 Euro.

Ihr Klimaschutzmanager
Marcel Siebertz

 

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Dr. Georg Ludwig

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