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CO2-Steuer ab 2021 und Förderprogramme – Erneuerung der Heizung planen?

Die im Mai 2020 beschlossene CO2-Steuer macht den Betrieb von Heizungen mit Erdgas und Heizöl teuer und damit unattraktiver. Im Gegenzug erhöhen Förderprogramme die Attraktivität von Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien. Doch was heißt das genau für Einfamilienhäuser in Lindlar?

Der Hintergrund der Steuer ist simpel: Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdgas, Heizöl, Benzin oder Diesel wird CO2 erzeugt. Wird dieses mit einer zusätzlichen Steuer bepreist, wird der Brennstoff teurer. In der Folge sollen weniger dieser fossilen Brennstoffe verfeuert werden – die CO2-Emissionen sinken, zugunsten des Klimas und der Umwelt. Die Steuer soll 2021 25 €/t CO2 betragen mit einer schrittweisen Erhöhung auf 55 € in 2025.

Doch was bedeutet die CO2 - Steuer in der Praxis für die Heizkosten in Privathaushalten? Ein Großteil der Heizungen in Lindlar wird mit den fossilen Energieträgern Erdgas und Heizöl befeuert. Für ein älteres Einfamilienhaus kann mit folgenden jährlichen Mehrkosten gerechnet werden.

Diese Mehrkosten sind also beachtlich – zumal eine noch höhere Steuer nach 2025 angestrebt wird. Kompensation für diese Mehrkosten soll über reduzierte Stromkosten in Teilen möglich sein. Die genaue Ausgestaltung dieser Kompensation hängt von den Einnahmen aus der CO2-Steuer ab und ist noch nicht im Detail ausgestaltet.

Fossile Heizungssysteme werden durch die CO2-Steuer generell unattraktiver. Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien wie etwa Solarthermieanlagen, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen werden hingegen attraktiver gefördert. So sind Fördersätze von bis zu 45% möglich. Zudem gibt es die neue Möglichkeit, energetische Gebäudesanierungen von der Steuer abzusetzen.

Unter diesen politischen Voraussetzungen ist die Heizungserneuerung in vielen Fällen wirtschaftlich und zu Gunsten des Klimaschutzes umsetzbar. Vor allem in den Fällen, wo die existierenden Heizungsanlagen in Bälde erneuert werden müssen.

Der richtige Zeitpunkt für eine Heizungserneuerung liegt in der Nichtheizungsperiode, also von Frühling bis zum Spätsommer. Die Planung sollte jedoch früher beginnen.

Für eine unabhängige Beratung für alle Energiefragen steht Ihnen die kostenfreie Energieberatung der Verbraucherzentrale zur Verfügung. Diese findet in regelmäßigen Terminen im Rathaus der Gemeinde Lindlar statt. Die nächsten Termine sind der 30.11.2020, der 25.01.2021, der 22.02.2021 und der 29.03.2021. Auch individuelle Telefonberatungstermine sind möglich. Für Terminabsprachen kontaktieren Sie bitte den Klimaschutzmanager der Gemeinde Lindlar, Marcel Siebertz unter marcel.siebertz@lindlar.de oder 02266 - 96 324.

Wenn Sie sich auf eigenen Faust informieren möchten, können Sie mit den folgenden nützlichen Links starten:

Die Verbraucherzentrale bietet einen kostenfreien Rechner für die Mehrkostenberechnung im Zuge der CO2-Steuer für Ihren Haushalt an: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/klimapaket-was-bedeutet-es-fuer-mieter-und-hausbesitzer-43806 oder Suchbegriffe: Verbraucherzentrale + Klimapaket

Das Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle bietet eine gute Übersicht zu möglichen Förderungen:

https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ee_foerderuebersicht_2020.pdf;jsessionid=70E0753F6097052FD53767F92C1DF531.2_cid362?__blob=publicationFile&v=4 oder Suchbegriffe: Bafa + Förderübersicht + Heizen

Pressekontakt
Dr. Georg Ludwig

Dr. Georg Ludwig

Bürgermeister
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telefonische Erreichbarkeit
über das Bürgermeister- und Ratsbüro unter 02266 96-410