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Aktuelle Meldung

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12.06.2019

Start der neuen Heizungsanlage im Rathaus

Quellen: Viessmann Eis-Energiespeicher GmbH, Gemeinde Lindlar

Zum Frühlingsanfang startete die neue Heizungsanlage für das Rathaus der Gemeinde Lindlar. Das System nutzt als Energiequellen Sonne, Luft, Wasser und Eis. Es spart bis zu 82% CO2 gegenüber der alten Heizung. 

Hinsichtlich der gesetzten Klimaschutzziele wurde die bestehende alte Gasheizung durch eine moderne Eisspeicher-Heizung ersetzt, mit der gegenüber dem alten System mindestens 82% CO2 eingespart werden können.

Das System vereint die Energiequellen Sonne, Luft, Erde, Wasser und Eis.

„Dahinter steht eine ausgefeilte Technik: Denn nur durch die Kombination aus Eis-Energiespeicher, Wärmepumpe und einer intelligenten Steuerung lassen sich gleichzeitig mehrere regenerative Energiequellen wirtschaftlich nutzen und speichern.“ erläutert Harald Käsbach, Gebäudemanager der Gemeinde Lindlar.

Klimaschutz – made in Lindlar

„Getreu unserem Leitbild „Lindlar 2020“ bekennt sich die Gemeinde Lindlar mit dieser Maßnahme zum Klimaschutz. Das an heißen Tagen im Ratssaal „Altes Wasserwerk“ und im neuen Anbau die Heizung zur Kühlung wird, werden wir
in den heißen Sommermonaten gewiss zu schätzen wissen“, freut sich der Bürgermeister Dr. Ludwig. 

Wirtschaftlich und Umweltfreundlich

Aufgrund der 82%-igen CO2-Einsparung hat die Gemeinde Lindlar einen Bundeszuschuss in Höhe von 200.000,- € erhalten. Durch die komplette Anlage (Eisspeicherheizung und PV-Kollektoren) entstehen Kosten in Höhe von 630.000,- €. Insgesamt ergibt sich eine jährliche Einsparung von rd. 11.700,-€. Die CO2-Emmision wird sich über die Lebensdauer um 1.400 Tonnen reduzieren bei einer Energieeinsparung von fast 352.000 kWh/a.

Der Zuschussantrag wurde im Rahmen der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes durch den Klimaschutzmanager gestellt (Förderung durch Nationale Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Projektträger Jülich). 

Das Prinzip Eisspeicher-Heizung

Ein mit Leitungswasser befüllter, unterirdisch eingebrachter Speicherbehälter nimmt während der Sommermonate Wärme auf, die über Solarabsorber aus solarer Einstrahlung und der Umgebungsluft gewonnen wird. Diese wird im SolarEis-Speicher zwischengelagert und für die Heizperiode nutzbar gemacht. Mit Beginn der kalten Jahreszeit wird dieser Wärmepuffer sukzessive aufgebraucht. Die gesammelte Wärme wird dem Speicher entzogen und dem Gebäude im Heizbetrieb zur Verfügung gestellt. Das Wasser im Speicher wird bis zum Gefrierpunkt abgekühlt. Beim Phasenübergang von flüssig zu fest entsteht Kristallisationswärme, die ebenfalls für das Heizen und die Warmwasser-versorgung verwendet wird. Ein Wasser-Glykol-Gemisch dient dabei als Übertragungsmedium, das durch eine hocheffiziente Wärmepumpe transportiert wird.

Die elektrische Energie, die für den Betrieb der Wärmepumpe benötigt wird, liefert eine PV-Freiflächenanlage mit 396 m² Kollektorfläche und 54 kWp. Dadurch wird die Wärmepumpe mit regenerativem Strom zu versorgen.

Mit Ende der Heizperiode setzt ein gegenläufiger Vorgang ein um den SolarEis-Speicher zu regenerieren. Das im Speicher vorhandene Eis kann in der warmen Jahreszeit nun zur Kühlung verwendet werden. Die Wärme aus dem Gebäude wird somit in den Speicher transportiert – das sorgt im Sommer für ein angenehmes Raumklima und taut gleichzeitig den Speicher auf, so dass dieser im Winter wieder zum Heizen bereitsteht.  

Klimaziele der Gemeinde Lindlar

Die Gemeinde Lindlar ist seit Jahren in Sachen Klimaschutz aktiv. Bei der neuen Anlage handelt es sich um die dritte und bislang größte Eisspeicherheizung, die seitens Verwaltung oder der gemeindeeigenen BGW GmbH realisiert wurde. Die Gemeinde unterstützt die politische Zielrichtung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 die bundesweiten THG-Emissionen um 40% in Bezug auf das Jahr 1990 zu reduzieren.

Pressekontakt

Dr. Georg Ludwig

Dr. Georg Ludwig

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