Nr. 072
Kaufhaus Franz Dahl
Kirchplatz 14
- Kappenmacherei von Franz Dahl ab 1881
- Ab 1893 Geschäft für Manufakturen
- Aus- und Umbau zu einem Kaufhaus 1927
- 1952 Erweiterung des Sortiments
- Bruder Wilhelm Dahl ebenfalls Kappenmacher ab 1887
Schon 1881 betrieb Franz Dahl eine Kappenmacherei mit Textilienverkauf (Bleyle) am Kirchplatz und gründete 1893 das Geschäft für Manufakturen. Ursprünglich umfasste das Angebot Textilien, Devotionalien, Spielwaren, Tapeten und Musikinstrumente. 1908 verstarb Franz Dahl und sein Sohn Richard übernahm das Geschäft und führte es 1927 durch Aus- und Umbauten zu einem Kaufhaus mit Damen-, Herren-, und Kinderkleidung. 1952 wurde umfangreich renoviert und das Angebot um Kosmetika, Süßwaren und Haushaltswaren vergrößert. Die Dahls hatten auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet, für die Kirchgänger der Umgebung. Diese Kundschaft hatte in der Woche kaum Zeit, um in Lindlar Einkäufe zu machen. Da gab es auch eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen für die hungrigen Kunden. Durch die bauliche Erweiterung der Ladenfläche und die Spezialisierung auf Textilien sowie Damen- und Herrenkleidung in den 60er Jahren konnte das Unternehmen über drei Generationen erfolgreich bestehen.
Der jüngere Bruder von Franz Dahl, Wilhelm, meldete 1887 ebenfalls als Kappenmacher sein Gewerbe an und kaufte 1903 das ehemalige Amtshaus mit Gefängnis, das heutige Haus Pfeiffer.
Quellen und Recherche:
- Quellen:
- Infos:
- Berg. Landeszeitung 31.10.1962 , GAL Sammlung Ursula Homberg Nr. 202
- Fotos:
- GAL Postkartenbestand Nr. 100
- GAL Fotobestand 1931-1974 Nr. 71
- GAL Fotobestand Großformat Nr. 43
- 2026, Doris Kisters
- Text: B. Braatz, 2025