Nr. 124
Haus C. Offermann, P. Bosbach, Gilgen
Hauptstraße 51,53
- Beide Häuser erbaut Ende des 18. Jahrhunderts
- Auch Wohnhaus von Bürgermeister Mausbach
Diese beiden Häuser wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Carl Offermann erbaut, ein zweigeschossiges Fachwerkdoppelhaus über einem Bruchsteinsockel mit Eckquadern. Eine zweiläufige repräsentative Doppeltreppe führt zu den Eingängen in der Mittelachse empor. Mit der Zierverschieferung in der Fassade ist es ein Haus in der bergischen Tradition der Schwarz-Weiß-Grünen-Häuser.
Bürgermeister Mausbach residierte und wohnte ab 1895 bis zu seinem Tod 1897 hier im rechten Haus.
Danach wohnte und praktizierte im rechten Haus der Dentist Paul Bosbach. Paul Bosbach wurde 1927 Schützenkönig und führte mehrere Jahre die „weißen Mädchen“ des Schützenzuges durch Lindlar zum Festplatz. Das waren die Mädchen, die auf einem Samtkissen das „Schützensilber“, Plaketten und Auszeichnungen, vorneweg trugen. Seine Tochter Marianne Bosbach heiratete Leo Tillmann, den Schreiner. Das Haus blieb im Familienbesitz.
Der linke Teil wurde wenig später ebenfalls erbaut von Carl Offermann, sein Schwiegersohn Gilgen und seine Tochter Maria, geb. Offermann, erbten oder kauften das Haus.
Ein Sarggeschäft mit einem Ausstellungsraum und einem Sarglager wurden mit dem linken Haus in Verbindung gebracht.
Quellen und Recherche:
Infos:
- Familiensammlung Tillmann
- J. Gronewald, Straßen und Häuser in Lindlar, 1996
- Denkmalliste 158/76
Fotos:
- GAL Fotobestand 1931-1974 Nr. 18 -mit Pfeil-
- GAL Fotobestand ab 1975 Nr. 184
Text:
- B. Braatz, 2026