Nr. 102
Haus Leunenschloß
Hauptstraße 14
- ab 1825 Schulraum, wurde zu klein
- 1912 Eigentümer Karl Beutelstahl
Gabriel Gottfried Leunenschloß war der letzte „Schultheiß“ des Amtes Steinbach. Der Schultheiß war von 1800 bis 1808 Amtsperson im „Alten Amtshaus“ und wurde durch die französische Besatzung mit der Zerschlagung des Amtes Steinbach arbeitslos. Die neue Gemeindeverwaltungs-Ordnung schuf das Amt des Bürgermeisters (Maire) mit dem Kolonialwarenhändler Georg Klug.in dem neu gebildeten Kanton Lindlar. Gottfried Leunenschloß wurde nun Richter am Friedensgericht Lindlar und zog dann als Notar 1811 in sein eigenes, neu erbautes Wohnhaus.
Dieses Haus war ein ungenehmigter Bau (Schwarzbau) auf dem großen Grundstück des „Alten Amtshauses“. Gleichzeitig wurde mit diesem Haus das „Kellnereigebäude“ (Adlerapotheke) 1805 auf diesem Grundstück errichtet. 1825 mietete die Gemeinde in dem Haus Leunenschloß einen Schulraum, der schon nach kurzer Zeit sich als zu klein erwies und aufgegeben wurde. 1911 erwarb Karl Beutelstahl das Haus von Albert Hasberg und machte es zu seinem Wohnhaus neben seiner Schlachterei.
Quellen und Recherche:
- Quellen:
- Infos:
- Günter Jacobi, „Altes Amtshaus“, 2000
- Bergische Wacht 1911
- Fotos:
- GAL Fotobestand bis 1930 Nr. 30, 439 -jeweils mit Pfeil-
- Text: B. Braatz, 2026