Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Nr. 051

Haus Carola Lob

Pollerhofstraße 12

  • Erbaut um 1880 von Karl Bremer
  • Beispielhaftes Patrizierhaus im "Bergischen Stil"
  • Wohnhaus von Carola Lob

Das Haus wurde um 1880 in der Pollerhofstraße gebaut von Karl Bremer, ein beispielhaftes Patrizierhaus im „Bergischen Stil“. Dieser verkaufte es an den „Baumeister“ August Lob, er war Steinbruchbesitzer und ein erfolgreicher Unternehmer, der die Kirchen in Immekeppel, Offermannsheide, Engelskirchen und das Krankenhaus erbaut hatte. Carola wurde 1882 geboren und hatte den Geschäftssinn ihrer Familie geerbt. Großvater Heinrich war selbständiger Steinbruchbesitzer im Brungerst. Ihr Vater war als Unternehmer erfolgreich und nach seinem frühen Tod übernahm seine Frau die Geschäfte und bekam Unterstützung durch ihre Tochter Carola. Sie stieg in die Geschäftsführung des Steinbruchs ein und profitierte erfolgreich von der Umstellung des Betriebes auf die Nachfrage nach Pflastersteinen und Bordsteinen. 1911 fusionierte der Betrieb mit der „Linzer Basalt AG“.
C. Lob behielt ihre Führungsposition bis zur Altersgrenze.

Carola Lob war als Zentrums-Politikerin mit Luise Kremer als erste Frauen im Gemeinderat seit 1920  tätig und wurde ab 1933 aus dem „Politischen Leben“ in Lindlar ausgeschlossen. Nach dem Krieg betätigte sie sich im Rahmen des Vereins für „Kultur- und Heimatpflege“ in der Erwachsenenbildung. 1950 verstarb sie und ging als vorbildliche Christin und Bürgerin in die Geschichte Lindlars ein.

Quellen und Recherche:

  • Quellen:
  • Infos:
  • Bergische Landeszeitung, 11.09.1950
  • GAL Sammlung Ursula Homberg Nr. 203
  • Fotos:
  • 2025, Doris Kisters
  • GAL Fotos Großformat Nr. 306
  • GAL Fotos 1931-1974 Nr. 724
  • GAL Fotos ab 1975 Nr. 968
  • Text B. Braatz, 2025