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Nr. 031

Gastwirtschaft "Tünnes Pötz"

Hauptstraße 3

In der Enge hatten wir seit alters her den Brunnen „Tünnes Pötz“ und die gleichnamige Gastwirtschaft mit der „Fremdenherberge“, erzählt J. Külheim in seinen Jugenderinnerungen.

Die Gaststätte befand sich in dem Haus an der Hauptstraße im Engpass. Heute ist dort ein Ladengeschäft mit einer Parfümerie. 

Das Haus wurde um die Jahrhundertwende von Josef Feldhof als Gaststätte geführt und erhielt den Namen des in der Nähe liegenden Ziehbrunnens „Tünnes Pötz“. Davor berichtet Johann JKülheim von enem „Piter Johannes“ Duhrs und seiner Ehefrau „et Kattiehn“, die mit einer Bäckerei und der Gaststätte sowie „Fremdenzimmer“ hier beschäftigt sind. 

Johann Feldhof war nicht nur als Gastwirt, sondern auch als Uhrmachermeister bekannt. 1904 wirbt er im Bergischen Agenten für seine Gold- und Silberwaren. 1938 verstarb er im Alter von 78 Jahen als angesehener Lindlarer.
Der Brunnen „Tönnes Pütz“ führte ein besonders gutes, gesundes Wasser und wurde während einer Typhus-Epidemie anfangs der 1880er Jahre von Dr. med. H. Joerrens auf strengste Anweisung empfohlen. Der Pump-Brunnen auf dem ehemaligen Kirchhof war scheinbar keine gute Wasserquelle und die Wasserversorgung Lindlars aus den Rohrleitungen waren nach hygienischen Befunden bedenklich.

Weitere Impressionen:

Quellen und Recherche:

  • Quelle:
  • Jugenderinnernen Johann Külheim
  • Bergische Wacht, Todesanzeige J. Feldhof
  • Fotos
  • 2025, Eva Fielenbach
  • GAL Postkarten Nr. 27
  • Text: B. Braatz, 2025