Gemeinde Lindlar
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Rundweg:
Rund ums Kirchdorf Frielingsdorf
Route 2


Rund ums Kirchdorf Frielingsdorf - Route 2 auf einer größeren Karte anzeigen

Kurzinfo

Routenlänge: ca. 12 km, ca. 5 Stunden

Karte: Wanderkarte
NRW 1 : 25000
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Beschreibung:
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GPS-Daten
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Anstieg:
max. Steigung 4,5 %

Schwierigkeit: Mittel

Interessante Punkte:
Zum Steinberg, der höchste Punkt von Lindlar
Burgruine Eibach

In der näheren Umgebung:
Zwergenhöhle
Burgruine Neuenberg

Tipps:
Besuch im Bergischen Freilichtmuseum Lindlar

Wegbeschreibung

Kirche St. Apollinaris in Frielingsdorf
Kirche St. Apollinaris in Frielingsdorf

Wandern rund ums Kirchdorf Frielingsdorf - Route 2

Wir starten vom Parkplatz aus nach links. An der ersten Kreuzung geht es nach rechts. Wir folgen zunächst der Montanusstraße bis zum Ortsausgang von Frielingsdorf. Hier geht es über den „A 1“ den Berg hinauf zu einem sehenswerten Ehrendenkmal. Von hier haben wir eine herrliche Aussicht über Frielingsdorf. Weiter geht es neben dem Denkmal links vorbei und über den „A 2“ durch den Wald. Wir gelangen nach Unterlichtinghagen, durchqueren den Ort und gelangen zu einer weiteren traumhaften Aussicht. Bei gutem Wetter kann man von hier sogar bis nach Köln blicken. Bevor die Straße nach rechts den Berg hinunter führt, biegen wir nach links ab und gelangen nach kurzer Zeit auf den „A 1“. Diesem folgen wir nach rechts am Waldrand entlang bis wir auf das Schild „Steinberg“ treffen. Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher auf den höchsten Punkt von Lindlar     (376,3 mNN). 

Burgruine Eibach
Burgruine Eibach

Danach folgen wir dem Weg weiter, bis wir an eine Weggabelung gelangen. Hier halten wir uns rechts, bis zur nächsten Gabelung, wo wir nach links abbiegen. Weiter geht es über den „A 3“ am Waldrand entlang. An der nächsten Abzweigung lohnt sich ein kurzer Umweg zur Burgruine Neuenberg, eine ehemalige Wasserburg etwa aus dem 14. Jh.. Wir gehen zurück zur Abzweigung und folgen dem „A 1“ durch den Wald hinunter bis nach Eibach. Hier treffen wir auf einen wunderschönen alten Bauernhof und auf die Burgruine Eibach, eine Wasserburg etwa aus dem 16. Jh.. Auf dem Picknickplatz mit Aussicht auf die Burgruine können wir eine kleine Rast einlegen. Danach folgen wir ein kurzes Stück der Straße bis wir an die Teiche gelangen. Hier biegen wir links ab und wandern am Teich linker Hand vorbei und den Berg hinauf. Dem „A 3“ folgend gelangen wir durch den Wald auf einen Höhenrücken und können eine weitere schöne Aussicht über die Orte Frielingsdorf und Scheel genießen. Wir gelangen an eine Straße und biegen nach rechts ab. Nachdem wir den Scheelbach überquert haben, folgen wir dem „A 3“ weiter und biegen links zum Sportplatz ab. Hinter der Sporthalle folgen wir der Straße hinauf und halten uns an der Kreuzung links. Wir gehen die Jan-Wellem-Straße nach Frielingsdorf hinauf und gelangen zu unserer Einkehrmöglichkeit: der Gaststätte „Pfannkuchenhimmel“. Der Straße folgend gelangen wir wieder an die Kreuzung, gehen links und gelangen an unseren Ausgangspunkt zurück.

Bildimpressionen

Ruine Eibach
Blick auf den Dimberg im Winter
Blick auf den Dimberg im Winter
Wandergebiet von Brochhagen
Blick vom Dimberg auf Frielingsdorf

Anmerkungen:

(1) 

Mitten im freien Feld, am Fuße des Neuenberges zwischen Lindlar-Scheel und Gimborn, liegt die stattliche Ruine der Wasserburg Eibach. Die alte Verbindungsstraße nach Gimborn führt direkt am Burgteich vorbei. Das legt die Vermutung nahe, daß 1352 der bergische Ritter »Engilbrecht, Rugers sun van Eybach«, von seinem »adelig Hus« aus die Straße zu überwachen und zu sichern hat.
Vom 15. bis zum 17 Jahrhundert ist die Wasserburg dann im Besitz der weitverzweigten und begüterten Familie Neuenhoff von der Leyen. Als Amtmänner auf der Neuenburg und Feldmarschälle sind die Herren von der Leyen treue Ministeriale des Hauses Berg. In ihre Zeit fällt auch der Neubau der Wasserburg im 15./16. Jahrhundert.
Im 18. Jahrhundert ist der Rittersitz nacheinander im Eigentum der Familien von Steprath und von Seraing. Das Leben auf Burg Eibach endet jäh am 16. 12. 1782 mit einem verheerenden Brand, nach dem sie nicht wieder aufgebaut wird.
Der Rheinisch-Bergische Kreis, heutiger Besitzer, hat in jüngster Zeit erst dafür gesorgt, daß die Reste der Burg und ihrer Wasserumwehrung in ihrer historischen Substanz erhalten werden und nicht in Vergessenheit geraten. Im klaren Wasser des Burgteiches spiegelt sich anschaulich der Umfang des ehemals fast quadratischen, mindestens dreigeschossigen Herrenhauses, an dessen Ecken aus dem Gebäude hervorspringende Turmbauten angesetzt waren. Die noch am besten erhaltene Südfront zeigt den Stumpf eines runden und die Ansätze eines rechteckigen Turmes.
Die Lage des Herrenhauses nahe des Ostufers und eine überlieferte Zeichnung des Wallonen Renier Roidkin aus dem 18. Jahrhundert lassen den Schluß zu, daß auch auf dieser Seite die Vorburg gelegen haben muß. Der Zeichnung nach zu urteilen, hatte sie vermutlich drei Flügel, die sich einem Hufeisen gleich zum Herrenhaus öffneten. Der Zugang zur Anlage wird südöstlich gelegen haben. Das kleine, aus Bruchsteinen errichtete Torhaus aus dem 17 Jahrhundert dürfte den Beweis dazu liefern, denn an seiner Südostecke kann man noch den Ansatz des Torbogens erkennen. Der auf der Nordseite gelegene Bauernhof dürfte auch zum Anwesen der Burg gehört haben. Das Wohnhaus stammt ebenfalls aus dem 17 Jahrhundert.
(Quelle www.graf-von-berg.de)


(2)

Mitten im Hochwald, zwischen Scheel und Gimborn versteckt, liegt die Burgruine Neuenberg. Nach einem kurzen Waldspaziergang den gleichnamigen Berg hinauf stehen wir vor einem weiten eindrucksvollen Ruinenfeld, das mit mächtigem Wall und Graben umgeben ist. Zunächst ist man beeindruckt von der noch gut erhaltenen trutzigen, bis zu drei Meter hohen und ein Meter dicken Wehrmauer aus flachgeschichtetem Bruchstein. Sie erhebt sich aus einem an manchen Stellen noch bis zu zehn Meter tiefen und fünf Meter breiten Graben. Im Westen ragt wie ein kranker Stiftzahn der Rest der Torburg in die Höhe und läßt erahnen, wie stark die Festung vor ihrer Zerstörung vor über 300 Jahren ausgesehen haben muß. Zum Nordosten hin, auf dem Zufahrtsweg, verläuft die Bergkuppe flach. An dieser für Angriffe empfindlichsten Stelle ragten einst aus der Wehrmauer, 30 Meter voneinander entfernt, ein runder und ein ovaler Wachturm heraus.
Der Innenhof der Burg, weitgehend mit Erdreich und Trümmerresten aufgeschüttet und vom herabgefallenen Herbstlaub des Buchenwaldes übersät, läßt an vielen Stellen noch Rückschlüsse auf die frühere Bebauung zu. Zum Süden hin, wo der steile Hang den besten Schutz und die schönste Aussicht bot, vermutet man den Standort des Palas, der, an die Wehrmauer gelehnt, einen trapezförmigen Grundriß mit einer Länge von 35 Meter und 10 Meter Tiefe gehabt haben soll. Die Wirtschaftgebäude mit der Küche dürften in der Nähe des Brunnens neben dem Torturm gelegen haben.
Die Burg war ohne Zweifel eine zweiteilige Anlage. Wenn auch die Vorburggebäude restlos verschwunden sind, so läßt sich doch ihr ehemaliger Standort vor der Torburg deutlich erkennen. Ungewöhnlich ist ein nach Nordwesten verlaufender Geländearm. Hier wird ein Vorhof vermutet, der, nochmals durch einen Außengraben geschützt, den Zugang zum Burggelände regelte. 326 Meter hoch über dem Tal, der Blick reicht weit ins Land hinein - ein idealer Punkt für den Bau einer Feste, von der aus man ein weites Gebiet sichern kann. Seit 1273 ist die nahegelegene Herrschaft Gimborn von den Grafen von Berg an ihre märkischen Nachbarn verpfändet. Nun gilt es, die neuen Grenzen im Auge zu behalten. Deshalb ist anzunehmen, daß die Grafen von Berg im gleichen Jahrhundert mit dem Bau der Feste Neuenberg ein Zeichen ihrer Macht setzen. Die erste überlieferte Urkunde stammt erst aus dem Jahre 1433. Da bietet Herzog Adolf von Jülich-Berg dem Landgrafen von Hessen seine Burgen Windeck, Denklingen und »Nuwenberg« als Offenhaus an. 1438 wird Neuenberg erstmals als Sitz der Amtmänner des bergischen Amtes Steinbach genannt. Im 15. Jahrhundert läßt sich anhand von noch erhaltenen Geschäftsbelegen nachweisen, daß Darlehen aufgenommen und Rechnungen für einen Neubau der Burg bezahlt werden. Da auch wörtlich von einem Notbau die Rede ist, muß angenommen werden, daß vorher ein Brand oder ein Angriff stattgefunden hat.
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ändern sich mit den mainfränkischen Reichsgrafen von Schwarzenberg im Oberbergischen Land die Kräfteverhältnisse. Von Schloß Gimborn, ihrer bergischen Residenz aus, entfalten sie rasch ihre Macht. 1629 gelingt es ihnen, mit Hilfe des Pfalzgrafenwilhelm aus dem Hause Pfalz-Neuburg und des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg das Amt Neustadt, Lindlar und die Burg Neuenberg unter ihre Gewalt zu bringen. Im hereinbrechenden Dreißigjährigen Krieg wird die Burg 1640 von den Schweden verwüstet und stark zerstört. Ausbesserungsarbeiten können den Untergang der Anlage nicht mehr aufhalten. 1663 stellen die »Ritterbürtigen und Eingesessenen« des Amtes Steinbach beim Herzog Philipp Wilhelm von Berg den Antrag auf Abriß. Nach einer Zahlung von 4000 Reichstalern wird ihrem Ersuchen stattgegeben. Bauern tragen daraufhin die Burg ab und versetzen sie in ihren heutigen Zustand.
Von der südlichen Umfassungsmauer blicken wir zwischen den Buchenzweigen tief in das von hügeligen Wiesen und Wald eingerahmte Tal mit der Ruine der Wasserburg Eibach. (Quelle www.graf-von-berg.de)


(3)

Die Zwergenhöhle
Vom Ortsteil Scheel führt ein beschilderter Wanderweg zu einer am Neuenberg gelegenen Höhle, die der Sage nach früher von Zwergen bewohnt war, kleinwüchsigen Dämonen, deren Reich wie die Welt der Menschen organisiert ist. Mit den Bewohnern der Umgebung hielten sie gute Nachbarschaft und liehen ihnen öfters einen kupfernen Krautkessel aus, der später gereinigt und mit Weißbrot gefüllt zurückgegeben werden mußte. Einmal aber brachte ihn ein Knecht in schmutzigem Zustand und leer zurück; das Brot hatte er selbst gegessen. Das erzürnte die Zwerge so sehr, daß sie Neuenberge verließen und nie wieder zurückkehrten. Die Vorstellung vom Leihverkehr mit den Zwergen hängt vermutlich mit ihren Wohnungen zusammen: meist handelt es sich um alte Siedlungs- und Fundstätten (prähistorische Grabhügel, Wohnhöhlen usw.) an denen tatsächlich Gefäße gefunden worden sind. ( quelle www.graf-von-berg.de)
 
Gemeinde Lindlar · Borromäusstraße 1 · 51789 Lindlar · Tel. 02266/96-0 · Fax 02266/8867 · Kontakt

Einkehrmöglichkeiten

Gaststätte
„Pfannkuchenhimmel“

Jan-Wellem-Straße 31
Tel. 02266 7174