Rundwanderweg
Ort: Lindlar Zentrum (Busbahnhof)
Parken:
Marktplatz Ortsmitte
Anfahrt aus Richtung Köln:
Am Kreuz Köln-Ost auf die A 4 bis zur Ausfahrt Untereschbach, rechts ab auf die L 299 und über Immekeppel und Obersteeg (Blitzer!) gerade bis Lindlar.
Autobahnausfahrt bis Lindlar Busbahnhof ca. 15 km
Wir starten auf dem Marktplatz am „Steenkühlerbrunnen“. Der Brunnen ist ein Denkmal an die Steinhauertradition in Lindlar, der wir auf dieser Wanderung noch näher kommen werden. Wir starten in Richtung der Kirche St. Severin und gehen die Hauptstraße hinunter. Wir biegen in die Straße gegenüber dem Spielwarenladen ein und gelangen, leicht links gewendet, weiter in die Kamperstraße. Am Stra-ßenende angekommen, biegen wir links ab und folgen der Straße ein kurzes Stück. Wir nehmen die zweite Straße, die nach rechts abbiegt. Es ist die Bahnhofsstraße an deren Ende wir an den alten Bahnhof gelangen. Dieser wurde 1912 errichtet (Foto). Von 1912 bis 1967 fuhr die Eisenbahn von Bergisch Gladbach über Immekeppel bis nach Lindlar. Befördert wurden Personen und Güter, wie die Lindlarer Grauwa-cke, das 380 Mio. Jahre alte Sedimentgestein, das in den oberhalb liegenden Steinbrüchen abgebaut wird. Durch die Verlagerung des Verkehrs auf die Straße wurde der Bahnverkehr in den 60er Jahren unwirtschaftlich.
Am Ende der Bahnhofstraße folgen wir einem schmalen Pfad nach rechts hinauf. Wir überque-ren die Straße und folgen ihr nach links weiter. Zu unserer rechten Seite blicken wir auf den Brungerst (347 mNN). Noch heute wird an die-sem Berg in drei Betrieben das Sedimentgestein Grauwacke abgebaut und verarbeitet. Zur Zeit des Bahnverkehrs verband eine Bremsbahn (Foto) die Steinbrüche mit dem Bahnhof. So konnte die Grauwacke auf schnellstem Wege transportiert werden. Heute ist die Bremsbahn nicht mehr erkennbar. Sie ist über die Jahre hinweg zugewachsen. Wir biegen nach rechts in eine kleinere Straße ein und gelangen nach ein paar Metern auf einen Waldweg. Von hier haben wir eine herrliche Sicht weit über die Grenzen Lindlars hinaus. Am Ende des Weges halten wir uns rechts. Über den Wanderweg A2 gelangen wir nach ca. 800 m an eine kleine Treppe, die nach rechts in ein ehemaliges Grauwackeabbaugebiet führt. Es geht es auf schmalen Pfaden durch alte Steinkuhlen, die vor mehr als hundert Jahren entstanden sind. Hier und da finden wir am Weg noch die Arbeiterhütten, die mittlerweile von der Natur zurückerobert wurden.
Wir folgen dem Zeichen der „Straße der Arbeit“ (halbes Wagenrad). Nach einem längeren Weg durch das ehemalige Abbaugebiet gelangen wir an eine Straße. An dieser befinden sich zwei Steinbruchbetriebe und wir können vom Weg aus einen Blick in das Abbaugebiet werfen. Wir folgen der Straße ein kurzes Stück bergabwärts und biegen dann in eine kleine Seitenstraße nach links ab. Nach 200 m ge-langen wir rechts auf einen Waldweg. Wir wan-dern ein kurzes Stück bergab, bevor wir links abbiegen. Am Ende des Waldweges halten wir uns rechts und gelangen über den A2 zurück in den Ort.
Wir durchqueren den Lindlarer Friedhof. Hier befindet sich auch ein altes Mausoleum, das aus Grauwacke gefertigt wurde.
Dem Hauptweg des Friedhofs folgend, gelangen wir zurück in den Ortskern und somit zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Auf dem Steinhauerpfad lässt sich seit 1977 erkunden, wie in dem weitläufigen Steinbruchgebiet Brungerst, das sich nördlich von Lindlar erstreckt, in früheren Zeiten die Steinhauer Grauwacke gewannen. Jeder, der dort eine Parzelle besaß, grub sich in den Berg hinein, um den Sandstein zutage zu fördern; unzählige Steinkuhlen entstanden.
Die Zurichtung der Grauwacke zu Platten, Mauer- oder Pflastersteinen erfolgte vor Ort in einfachen Arbeits-hütten, die zwischenzeitlich bis auf wenige Fundamentreste verfallen sind. Nach 1900 wurden viele kleine Steinbrüche aufgekauft und zu größeren zusammengeschlossen. Der Grauwacke-Abbau lockte Ausflügler bereits um 1930 zum Brungerst.
Es weist eine dreizonige Gliederung auf: oben ein Kreuz, in der Mitte eine betende Frauengestalt, unten eine Inschrift-Tafel zur Entstehungsgeschichte. Sie lautet:
„A[NN]O 1761 DEN 27 MAY HATT DER VND DIE IHRSAME BEYDE E[HE]L[EUT] STEPHANVS FINCK VND ANNA GIRDRVTH F[I]NCKS GEB. MARKELS ZV EHRE GOTTES AUFF GERICHT DIESSEN FVS FALL“ und „VW“, wohl die Steinmetz-Initialen. „Erneuert von J. Brochhagen 1892“, heißt es auf der rechten Seite des Sockels.
Die Tiger-Gruppe aus Bronze vor dem Industriebetrieb an der Bismarckstraße ließ der damalige Firmenbesitzer Karl Götze (1903–1973)als Marken-zeichen seiner Nord-West-Papierwerke 1959 aufstellen. Die hier seit 1936 produzierten besonders reißfesten Erzeugnisse firmierten auch unter dem Namen Tigerkraft. Dem Hamburger Bildhauer Erdmann Scholz dienten Hagenbecks Tiger als Modelle.
Lindenhof
Griechische Spezialitäten
Hauptstraße 11
Ecke Eichenhofstraße
51789 Lindlar
Telefon 02266 2526
Ruhetag
Dienstag

Restaurant
"Haus Biesenbach"
Kirchplatz 4
51789 Lindlar
Telefon: 02266 8315
E-Mail:
restaurantbiesenbach@
freenet.de
Internet:
www.restaurant-biesenbach.de
Ruhetag
Montag
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