Gemeinde Lindlar
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Rundweg:
Frielingsdorf - Ruinen Eibach und Neuenberg 


Zu den Ruinen auf einer größeren Karte anzeigen

Kurzinfo

Routenlänge: ca. 16,5 km

Karte: Wanderkarte
NRW 1 : 25000
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Anstieg:
114 Höhenmeter

Schwierigkeit: Mittel

Interessante Punkte:
Ausblick ins Leppetal (Edelstahlwerk Schmidt&Clemens  = größter Arbeitgeber der Gemeinde Lindlar), Burgruine Eibach, Burgruine Neuenberg, Zwergenhöhle, Ortschaften Unter- und Oberlichtinghagen (höchster Punkt der Gemeinde = 376,3 m üNN), oberhaLb Brochhagen Liebesbank,
Dimberg  (302,8 m üNN)- Ausblick übers Bergische Land

In der näheren Umgebung:
Lindlar Zentrum 3,5 km
Bergisches Freilichtmuseum Lindlar 4 km
Freizeitpark 4 km
Parkbad 4 km
Burgruine Eibach 1 km

Tipps:
Besuch im Bergischen Freilichtmuseum Lindlar

Wegbeschreibung

"Zu den Burgruinen"
Diese Route führt zu den Ruinen der Burgen Eibach und Neuenberg

Los geht’s am Gasthof "Zur Schützenburg" in Frielingsdorf. Nachdem man im ersten Waldstück angekommen ist, geht es bis kurz vor die Ortschaft Kuhlbach und dann links hoch. Von der Anhöhe aus sieht man die Ortschaft Fenke. Aus dem folgenden Waldstück kann man ab und zu ins Leppetal sehen. Hier ist mit der Firma Schmidt&Clemens der größte Arbeitgeber der Gemeinde Lindlar angesiedelt. Von der Höhe aus ist links die Ortschaft Scheel zu sehen. Im nächsten Waldstück geht es links runter nach Eibach. Hier findet man neben Fischteichen die Ruinen der Burg Eibach.
Anmerkungen (1)

Von Eibach aus geht es dann wieder bergauf durch den Wald und ein kleines Stück vom Wanderweg links ab zur Ruine der Burg Neuenberg, der zweiten Burgruine der Grafen von Berg auf dieser Wanderung.
Anmerkungen (2)

Wieder zurück auf den Wanderweg geht es weiter hinunter bis zur kleinen Ortschaft "Zäunchen". Eine gemütliche Sitzecke lädt zur Rast ein. Von hier aus hat man die Wahl, ob man der Route direkt folgen oder einen Abstecher nach Scheel zur Sagen umworbenen Zwergenhöhle machen möchte.
Anmerkungen (3)

Weiter geht es Richtung Unterlichtinghagen. Von hier aus ist es nicht weit bis Oberlichtinghagen, dem höchsten Ort der Gemeinde Lindlar. Von hier aus geht es wieder tief ins Tal nach Habbach (Holzverarbeitung). 
Als nächste Hürde erklimmt  man den "Vogelsberg" (323,2 m) mit seinem schattigen Wald. Wenn dieser verlassen wird,  sieht man links im Tal die Ortschaft Brochhagen. Ein paar Meter weiter lädt die "Liebesbank" zur Rast ein. 
Nun geht es wieder ihinunter ins Tal zum Landgasthaus "Im Wiesengrund". Hier befinden sich ein schöner, schattiger Biergarten und eine gemütliche Stube. Die umfangreiche Speisekarte wird dem Gast in Form eines über 200 Jahre alten Eichenholzstückes gereicht..

Frisch gestärkt geht es weiter auf den "Dimberg". Von seiner höchsten Stelle aus hat man einen fantastischenBlick über die Hügel des Bergischen Landes:  Frielingsdorf, Brochagen, Fenke und Scheel sind als Lindlarer Ortschafen zu erkennen.
Weiter führt die Route nun wieder hinunter und zum Ausgangspunkt - dem Gasthof "Zur Schützenburg"- zurück.

Bildimpressionen

Ruine Eibach
Blick auf den Dimberg im Winter
Blick auf den Dimberg im Winter
Wandergebiet von Brochhagen
Blick vom Dimberg auf Frielingsdorf

Anmerkungen:

(1) 

Mitten im freien Feld, am Fuße des Neuenberges zwischen Lindlar-Scheel und Gimborn, liegt die stattliche Ruine der Wasserburg Eibach. Die alte Verbindungsstraße nach Gimborn führt direkt am Burgteich vorbei. Das legt die Vermutung nahe, daß 1352 der bergische Ritter »Engilbrecht, Rugers sun van Eybach«, von seinem »adelig Hus« aus die Straße zu überwachen und zu sichern hat.
Vom 15. bis zum 17 Jahrhundert ist die Wasserburg dann im Besitz der weitverzweigten und begüterten Familie Neuenhoff von der Leyen. Als Amtmänner auf der Neuenburg und Feldmarschälle sind die Herren von der Leyen treue Ministeriale des Hauses Berg. In ihre Zeit fällt auch der Neubau der Wasserburg im 15./16. Jahrhundert.
Im 18. Jahrhundert ist der Rittersitz nacheinander im Eigentum der Familien von Steprath und von Seraing. Das Leben auf Burg Eibach endet jäh am 16. 12. 1782 mit einem verheerenden Brand, nach dem sie nicht wieder aufgebaut wird.
Der Rheinisch-Bergische Kreis, heutiger Besitzer, hat in jüngster Zeit erst dafür gesorgt, daß die Reste der Burg und ihrer Wasserumwehrung in ihrer historischen Substanz erhalten werden und nicht in Vergessenheit geraten. Im klaren Wasser des Burgteiches spiegelt sich anschaulich der Umfang des ehemals fast quadratischen, mindestens dreigeschossigen Herrenhauses, an dessen Ecken aus dem Gebäude hervorspringende Turmbauten angesetzt waren. Die noch am besten erhaltene Südfront zeigt den Stumpf eines runden und die Ansätze eines rechteckigen Turmes.
Die Lage des Herrenhauses nahe des Ostufers und eine überlieferte Zeichnung des Wallonen Renier Roidkin aus dem 18. Jahrhundert lassen den Schluß zu, daß auch auf dieser Seite die Vorburg gelegen haben muß. Der Zeichnung nach zu urteilen, hatte sie vermutlich drei Flügel, die sich einem Hufeisen gleich zum Herrenhaus öffneten. Der Zugang zur Anlage wird südöstlich gelegen haben. Das kleine, aus Bruchsteinen errichtete Torhaus aus dem 17 Jahrhundert dürfte den Beweis dazu liefern, denn an seiner Südostecke kann man noch den Ansatz des Torbogens erkennen. Der auf der Nordseite gelegene Bauernhof dürfte auch zum Anwesen der Burg gehört haben. Das Wohnhaus stammt ebenfalls aus dem 17 Jahrhundert.
(Quelle www.graf-von-berg.de)


(2)

Mitten im Hochwald, zwischen Scheel und Gimborn versteckt, liegt die Burgruine Neuenberg. Nach einem kurzen Waldspaziergang den gleichnamigen Berg hinauf stehen wir vor einem weiten eindrucksvollen Ruinenfeld, das mit mächtigem Wall und Graben umgeben ist. Zunächst ist man beeindruckt von der noch gut erhaltenen trutzigen, bis zu drei Meter hohen und ein Meter dicken Wehrmauer aus flachgeschichtetem Bruchstein. Sie erhebt sich aus einem an manchen Stellen noch bis zu zehn Meter tiefen und fünf Meter breiten Graben. Im Westen ragt wie ein kranker Stiftzahn der Rest der Torburg in die Höhe und läßt erahnen, wie stark die Festung vor ihrer Zerstörung vor über 300 Jahren ausgesehen haben muß. Zum Nordosten hin, auf dem Zufahrtsweg, verläuft die Bergkuppe flach. An dieser für Angriffe empfindlichsten Stelle ragten einst aus der Wehrmauer, 30 Meter voneinander entfernt, ein runder und ein ovaler Wachturm heraus.
Der Innenhof der Burg, weitgehend mit Erdreich und Trümmerresten aufgeschüttet und vom herabgefallenen Herbstlaub des Buchenwaldes übersät, läßt an vielen Stellen noch Rückschlüsse auf die frühere Bebauung zu. Zum Süden hin, wo der steile Hang den besten Schutz und die schönste Aussicht bot, vermutet man den Standort des Palas, der, an die Wehrmauer gelehnt, einen trapezförmigen Grundriß mit einer Länge von 35 Meter und 10 Meter Tiefe gehabt haben soll. Die Wirtschaftgebäude mit der Küche dürften in der Nähe des Brunnens neben dem Torturm gelegen haben.
Die Burg war ohne Zweifel eine zweiteilige Anlage. Wenn auch die Vorburggebäude restlos verschwunden sind, so läßt sich doch ihr ehemaliger Standort vor der Torburg deutlich erkennen. Ungewöhnlich ist ein nach Nordwesten verlaufender Geländearm. Hier wird ein Vorhof vermutet, der, nochmals durch einen Außengraben geschützt, den Zugang zum Burggelände regelte. 326 Meter hoch über dem Tal, der Blick reicht weit ins Land hinein - ein idealer Punkt für den Bau einer Feste, von der aus man ein weites Gebiet sichern kann. Seit 1273 ist die nahegelegene Herrschaft Gimborn von den Grafen von Berg an ihre märkischen Nachbarn verpfändet. Nun gilt es, die neuen Grenzen im Auge zu behalten. Deshalb ist anzunehmen, daß die Grafen von Berg im gleichen Jahrhundert mit dem Bau der Feste Neuenberg ein Zeichen ihrer Macht setzen. Die erste überlieferte Urkunde stammt erst aus dem Jahre 1433. Da bietet Herzog Adolf von Jülich-Berg dem Landgrafen von Hessen seine Burgen Windeck, Denklingen und »Nuwenberg« als Offenhaus an. 1438 wird Neuenberg erstmals als Sitz der Amtmänner des bergischen Amtes Steinbach genannt. Im 15. Jahrhundert läßt sich anhand von noch erhaltenen Geschäftsbelegen nachweisen, daß Darlehen aufgenommen und Rechnungen für einen Neubau der Burg bezahlt werden. Da auch wörtlich von einem Notbau die Rede ist, muß angenommen werden, daß vorher ein Brand oder ein Angriff stattgefunden hat.
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ändern sich mit den mainfränkischen Reichsgrafen von Schwarzenberg im Oberbergischen Land die Kräfteverhältnisse. Von Schloß Gimborn, ihrer bergischen Residenz aus, entfalten sie rasch ihre Macht. 1629 gelingt es ihnen, mit Hilfe des Pfalzgrafenwilhelm aus dem Hause Pfalz-Neuburg und des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg das Amt Neustadt, Lindlar und die Burg Neuenberg unter ihre Gewalt zu bringen. Im hereinbrechenden Dreißigjährigen Krieg wird die Burg 1640 von den Schweden verwüstet und stark zerstört. Ausbesserungsarbeiten können den Untergang der Anlage nicht mehr aufhalten. 1663 stellen die »Ritterbürtigen und Eingesessenen« des Amtes Steinbach beim Herzog Philipp Wilhelm von Berg den Antrag auf Abriß. Nach einer Zahlung von 4000 Reichstalern wird ihrem Ersuchen stattgegeben. Bauern tragen daraufhin die Burg ab und versetzen sie in ihren heutigen Zustand.
Von der südlichen Umfassungsmauer blicken wir zwischen den Buchenzweigen tief in das von hügeligen Wiesen und Wald eingerahmte Tal mit der Ruine der Wasserburg Eibach. (Quelle www.graf-von-berg.de)


(3)

Die Zwergenhöhle
Vom Ortsteil Scheel führt ein beschilderter Wanderweg zu einer am Neuenberg gelegenen Höhle, die der Sage nach früher von Zwergen bewohnt war, kleinwüchsigen Dämonen, deren Reich wie die Welt der Menschen organisiert ist. Mit den Bewohnern der Umgebung hielten sie gute Nachbarschaft und liehen ihnen öfters einen kupfernen Krautkessel aus, der später gereinigt und mit Weißbrot gefüllt zurückgegeben werden mußte. Einmal aber brachte ihn ein Knecht in schmutzigem Zustand und leer zurück; das Brot hatte er selbst gegessen. Das erzürnte die Zwerge so sehr, daß sie Neuenberge verließen und nie wieder zurückkehrten. Die Vorstellung vom Leihverkehr mit den Zwergen hängt vermutlich mit ihren Wohnungen zusammen: meist handelt es sich um alte Siedlungs- und Fundstätten (prähistorische Grabhügel, Wohnhöhlen usw.) an denen tatsächlich Gefäße gefunden worden sind. ( quelle www.graf-von-berg.de)
 
Gemeinde Lindlar · Borromäusstraße 1 · 51789 Lindlar · Tel. 02266/96-0 · Fax 02266/8867 · Kontakt

Einkehrmöglichkeiten

Gasthaus
"Zur Schützenburg"
Michael und Celia Ufer
Montanusstr. 24
51789 Lindlar-Frielingsdorf

Telefon: 02266 / 5278
E-Mail:  
Info@Schuetzenburg.de

Internet:
www.Schuetzenburg.de

 

Landgasthaus
"Im Wiesengrund" 
Frielingsdorfer Straße 55
51789 Lindlar-Brochhagen
Telefon 02266 6620
Internet:
www.gasthaus-wiesengrund.de