Wie wäre es mit einer richtig guten geselligen Kaffeestunde? Für die typische "Bergische Kaffeetafel" benötigt man allerdings gleich mehrere Stunden - man hat Muße und stellt fest: sie ist ...eine Sünde wert!
Eine kleine Einführung in die Seele dieser Leckerei:
Zutaten
Roggenbrot, Rosinenstuten, Wffeln, Speisequark, Butter, Milchreis mit Zimt und Zucker, Apfel- und/oder Birnenkompott.
In heutiger Zeit reichert man an mit z.B. Schlagsahne, heißen Sauerkirschen, Apfelmus, Hongi, Konfitüre, Marmelade (je nach Geschmacksrichtung), Käse, Schinken und Wurst. Oft wird auch ein Marmor- und/oder Sandkurchen serviert.
Das Prunkstück einer jeden "Bergischen Kaffeetafel" ist und bleibt die in der Mitte des Tisches stehende "Dröppelminna".
Die bauchige, zinnerne Kaffeekanne kam von den holländischen Nachbarn, zu denen gute Handelsbeziehungen bestanden, ins Bergische Land. Holland war unter anderem Exportgebiet für die Bleicher an der Wupper, holländische Ernte- und Weidearbeiter kamen ins Bergische und brachten ihre Kultur mit. So wurden "Dröppelminna", Reis und Kaffee bald feste Bestandteile im Bergischen Land.
Im 18. Jahrhundert wurde dann die zinnerne Kanne von bergischen Zinngießern hergestellt. Ihr Gebrauch war nicht problemlos, denn meist war der Ausguss mit Kaffeesatz verstopft, so dass die Nase kurz nach dem ersten Aufdrehen des kleinen Kränchens nur noch wenig Kaffee herausließ. Das bedeutet: Es tropfte, "dröppelte" nur noch. So muss dann wohl der Name "Dröppelminna" entstanden sein, der sich bis heute gehalten hat und das Markenzeichen für Gemütlichkeit im Bergischen ist.
Da Zinn als unmodern galt, nahm in Köln - der einstigen Metropole der Zinngießerei - die Produktion seit 1750 ständig ab. Im Bergischen Land jedoch wurde seit dem 18. Jahrhundert eine große Anzahl der "Dröppelminnas" hergestellt. Bis ca. 1780 wurde sie birnenförmig mit drei Füßen geformt. Danach hatte sie die Form einer Urne und stand nur auf einem Fuß. Fast 20 Liter fassten die größten Kannen.
Zur Herstellung von Dröppelminnas gibt es hier mehr: Mehr Info
Kontakt:
LindlarTouristik, Telefon 02266 96 407, lindlartouristik@gemeinde-lindlar.de
Waffelvariationen, hier die Rezepte
Mehr Infos
"Altbergische Waffeln"
Zutaten:
250 g Butter,
500 g Mehl,
4 Eier,
3-4 EL Zucker,
TL Salz,
2-3 EL Honig,
1 Päckchen Vanillinzucker,
1 TL Backpulver,
2 EL warmes Wasser
Zubereitung:
Butter und Zucker sahnig rühren, Eier zugeben. Nach und nach Mehl und Backpulver vermischt unterrühren, Salz und Hongig hinzufügen. Damit ein dickflüssiger Teig entsteht, gibt man etwas warmes Wasser hinzu und verrührt alles gut miteinander.
Portionsweise in das Waffelesen geben und backen.
"Eier-Waffeln"
Zutaten:
500 g Butter,
375 g Zucker,
750 g Kartoffelmehl,
8 Eigelb,
8 Eiweiß (als steifen Eischnee geschlagen)
Zubereitung:
Butter und Zucker sahnig rühren, erst die Eigelb und das Kartoffelmehl zugeben und dann nach und nach den Eischnee unterheben.
Achtung:
Am besten den Teig in einem Topf in heißes Wasser stellen, damit er flüssig bleibt. Portionsweise in das Waffeleisen füllen und goldgelb backen.