Montag, 25 Mai 2009

Podiumsdiskussion im Kulturzentrum

Vertreter der drei Schulen

Arbeitskreis zu Umweltfragen

Politiker antworten

Europa Schülerinnen und Schülern von Hauptschule, Realschule und Gymnasium ein wenig näher zu bringen, das war die Idee des 101. „Europatags für junge Leute“, den das „Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit aus Bonn“ am 20. Mai im Lindlarer Kulturzentrum durchführte, eingeladen vom Partnerschaftskomitee Lindlar. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, trotz einer hohen Zahl von prominenten Politikern aus dem Europäischen Parlament, dem Bundestag und dem Landtag sowie aus der NRW-Staatskanzlei und der engagierten Teilnahme des Lindlarer Bürgermeisters.
„Vieles ist schon so selbstverständlich, das wir es gar nicht mehr zu schätzen wissen, über 60 Jahre Frieden in der Europäischen Union, in früheren Jahrhunderten unvorstellbar!“ So versuchten die Podiumsteilnehmer den fehlenden Enthusiasmus zu beschwören. Nachdenkliche Gesichter, aber auch stille Zustimmung bei der These: „Kaum auszudenken, wie uns die aktuelle Krise ohne den Euro erwischt hätte“. Was der Binnenmarkt für erhebliche Vorteile für den Exportweltmeister Deutschland biete, das konnten die Experten auf dem Podium dann ebenso fundiert rüberbringen wie die Notwendigkeit, dass politischer Streit eine demokratische Voraussetzung für den Integrationsprozess Europas sei. Was Europa mit Lindlar zu tun habe, das wurde am einfachen Beispiel der Gewässerverordnung erläutert, die vor einiger Zeit in Brüssel verabschiedet worden sei, nun aber in Lindlar für Sülz und Leneffe umgesetzt werden müsse.
Während die Schülerinnen und Schüler mit einem „eigenen Bezug zu Europa“, nämlich einem Bericht über die gemeinsame Gedenkstättenfahrt der drei Schulen nach Auschwitz im April dieses Jahres zu Beginn der Veranstaltung aufwarteten, boten die Arbeitskreise u.a. auch zahlreiche Hilfen und Hinweise für die Zukunft der Schulabgänger: Praktika und Studium im europäischen Ausland waren wichtige Themen, zu denen das IPZ ausführlich informieren konnte. So gab es zum Schluss bei den Fragebögen doch noch eine große Zustimmung zur Idee dieses Europatages, die die anfängliche Zurückhaltung der Schülerinnen und Schüler überwinden half.