Gemeinde Lindlar

Bücher-Tipps der Gemeindebücherei!

Montag, 16 August 2010

In den letzten Monaten und während der Sommerferien hat sich einiges getan in der Gemeindebücherei: Viele abgegriffene und veraltete Bücher wurden aussortiert und haben für Neues Platz gemacht! Kommen Sie einfach mal vorbei und schauen Sie sich um –

hier nur eine kleine Auswahl unserer Neuerwerbungen:

 

Das Ende der Geduld; Kirsten Heisig

Die Gewalttäter werden jünger, brutaler, skrupelloser und die Gesellschaft mit diesem Problem hilfloser. Die Berliner Jugendrichterin Kisten Heisig war nicht bereit, das hinzunehmen. Sie entwickelte das „Neuköllner Modell“. In ihrem Buch »Das Ende der Geduld« erläutert Heisig das Modell und ihren Durchsetzungsweg, beschreibt Lebensläufe junger Krimineller, schildert Straftaten und Verfahren, benennt die Situationen an Schulen, Jugendämtern und der Polizei. Sie liefert aber auch Lösungsvorschläge, wie z.B. die Vernetzung von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen, Behörden, Institutionen und Eltern funktionieren sollte. In ihrem Buch fordert die Richterin die Beseitigung von Handlungsdefiziten und eine ehrliche und notwendige Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Kirsten Heisig verstarb unerwartet Ende Juni 2010 in Berlin.

 

Drei starke Frauen; Marie Ndiaye

Drei Lebensläufe, drei Frauen, die selbst in extremster Situation ihre Würde verteidigen: Die vierzigjährige Norah gibt dem Drängen ihres Vaters nach und besucht ihn in Dakar: Die Juristin soll ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Das schwierige Treffen mit dem Vater führt die Frau an den Rand des Wahnsinns. Fanta hat im Unterschied zu Norah Dakar verlassen, um ihrem Ehemann Rudy in die französische Provinz zu folgen. Sie gibt sich dort vor Langeweile auf, so meint Rudy, durch dessen Perspektive wir von Fanta erfahren - doch ihm entgeht Entscheidendes. Von Afrika aus betrachtet erscheint ihre Existenz geradezu luxuriös und begehrenswert, weshalb Khady, die junge Afrikanerin, illegal nach Frankreich einzuwandern sich bemüht - doch sie endet, tot, an Grenzen. »Die Frage nach dem Guten zu stellen und das inmitten einer gewalttätigen Welt – darin liegt die Stärke dieses fein komponierten Werks.« (Fadrina Arpagaus freitag.de )

 

Die Farbe der See; Jan von der Bank

Ole Storm, ein junger nordfriesischer Segelmacher, gehört zur Stammbesatzung der Skagerrak, einer Segelyacht der Kriegsmarine. Im Sommer 1940 unternimmt der Kommandeur der Kadettenschule in Flensburg damit einen in Kriegszeiten recht exzentrischen Segeltörn nach Schweden und nimmt drei geheimnisvolle Gäste an Bord. Doch die angeblichen Schweden sind norwegische Widerständler, die geheime deutsche Waffenpläne in Empfang nehmen sollen. Als die Gestapo davon Wind bekommt, hetzt sie ein Schnellboot hinterher. Ole Storms ganz spezielle Begabung ist gefragt: Der Fischersohn weiß die Oberfläche der See zu lesen und vermag dem Wellenmuster Strömungs- und Tiefenunterschiede anzusehen. Sein Talent muss das Schicksal der Skagerrak im gefährlichen Fahrwasser inmitten der Schären entscheiden.

 

Das Spiel des Sängers; Andrea Schacht

Burg Langel im ausgehenden Mittelalter. Seit dem gewaltsamen Tod des Burgherrn Eberhard ist die Lehensnachfolge ungeklärt. Ritter Ulrich von der Arken will die Burg nun neu vergeben. Eine erlauchte Gesellschaft findet sich ein; ein jeder der Gäste erhebt Anspruch auf das Lehen. Bis man sich einig wird, soll Minnesänger Hardo Lautenschläger des Abends mit seinen Künsten für Unterhaltung sorgen. Niemand ahnt, welches Geheimnis Hardo mit Burg Langel verbindet – und mit der holden, aber spitzzüngigen Engelin van Dyke, die an Hardos abendlichen Gesängen so gar keinen Gefallen zu finden scheint …

 

Garou; Leonie Swann

Ein neuer Fall für Miss Maple und Co.! Für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca haben sie die irische Heimat verlassen und ihre ersehnte Europareise angetreten. In Frankreich beziehen sie Winterquartier im Schatten eines entlegenen Schlosses, und eigentlich könnte es dort recht gemütlich sein – wären da nicht die Ziegen auf der Nachbarweide, die mysteriöse Warnung eines fremden Schafes und das allgemeine Unbehagen vor dem Schnee. Ein Mensch im Wolfspelz! – wispern Ziegen und Menschen. Ein Werwolf! Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist schnell nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: der Garou oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen. Und schon bald folgen sie mit bewährter Schafslogik einer ersten Spur, die sie durch die Gänge des Schlosses und das Schneegestöber der Wälder führt …

 

Viel Freude beim Lesen wünschen die Gemeindebücherei und der Förderverein Gemeindebücherei e.V.

 

 
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